Auf den Spuren der Römer und Germanen

Exkursion nach Kalkriese und Xanten
Vom 13. - 16.6. 2014 hatten wir die Gelegenheit tief in die Vergangenheit einzutauchen und einen nachdrücklichen Eindruck vom Leben der Römischen Legionen vor 2000 Jahren gewinnen.

Unsere erste Station führte uns ins Freiluftmuseum von Kalkriese, nahe Osnabrück. Hier fand mit großer Wahrscheinlichkeit im Jahre 9 n. Chr. die Varusschlacht statt, in der Publius Quinctilius Varus mit drei Legionen (ca. 15.000 bis 18.000 schwerbewaffnete Legionären) in einem Engpass zwischen Hügelland und Moor in einen Hinterhalt feindlicher Germanen geriet, der diese Legionen fast vollständig vernichtete. 

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Wir schlugen unser Lager gleich den Legionären in Nachbauten der damaligen Zelte auf, die lediglich aus Holzpfählen und Leinentuch bestanden, konnten uns in einer anschließenden Erkundung des Schlachtgeländes in die Rolle der Römer in Marschformation sowie der Germanen im Hinterhalt versetzen.

Den Abend verbrachten wir mit römischer Legionärsküche - über offenem Feuer gekochter Suppe mit Getreide, Gemüse und Wildkräutern, gekrönt von einem „Nachts im Museum“- Event. In einer exklusiven Führung konnten die Schüler anhand von Exponaten und Simulationen die Erlebnisse des Tages vertiefen. Da der Hunger unserer jungen Legionäre jedoch noch immer nicht gestillt war, rösteten wir im Anschluss Marshmallows und andere Nahrungsmittel der Moderne über der Feuerschale. Der nächste Morgen brachte uns nach einem Germanischen Frühstück (Hirsebrei mit Apfelmus und frisches Brot mit Honig) die Kampfweise der Römer näher. Die römische Schildkunst ebenso wie das enorme Gewicht, das ein Legionär tagein, tagaus zu tragen hatte, durften wir am eigenen Leibe erfahren. Und da besonders der Kampfkunst viel Interesse entgegengebracht wurde, konnte sich auch jeder der wollte einmal als Gladiator - z. B. als Retiarius (der Netzkämpfer) versuchen.

Ein selbstgemachter Glücksbringer aus Hirschhorn mit dem germanischen „Auge“, das mithilfe eines handbetriebenen Bohrers hineingefräst wurde, stellte zum Abschluss das weitere Gelingen unserer Reise sicher. 

Nahe des kleinen Städtchens Xanten erwartete uns der Haumannshof. Ein altes Herrenhaus mit Park, Blütenpracht und Glühwürmchen, Frühstück und Abendessen unter freiem Himmel inbegriffen. Nach dem Auspacken gab es dann auf dem Römerfest in Xanten römische Kultur zum Anfassen und Ausprobieren. Und eigentlich hieß es viel zu schnell wieder: Kohorten sammelt euch, wir ziehen gen Heimat. Gerne werden wir auch in zwei Jahren wieder mit dabei sein, wenn sich Xanten für zwei Tage in ein römisches Feldlager verwandelt. 

*Die auf dieser Seite dominierenden männlichen Personenbezeichnungen dienen nur der besseren Lesbarkeit und gelten für beide Geschlechter!