Studienfahrt nach Valencia

22. bis 30. September 2012
Reisetagebuch der Jahrgangstufe 11

[gekürzt]

 

Am 22. September 2012 traf sich der 11. Jahrgang der Seeschule Rangsdorf am Flughafen Berlin-Tegel, um die lange geplante Studienfahrt nach Valencia anzutreten.

Nach dreistündiger Flugzeit erreichten wir endlich den Flughafen in Valencia. Wir konnten es kaum noch abwarten, endlich das sonnige Wetter zu genießen und holten unser Gepäck.  Von dort aus sind wir mit der Metro in die Stadt gefahren, um anschließend von der Haltestelle bis zu unserer Jugendherberge zu laufen. Während des Laufes, wurde uns immer mehr bewusst, wo wir die nächsten Tage verbringen würden. Alle Schüler waren sehr schockiert, als wir durch eine Straße liefen, an der mehrere Prostituierte standen und man beobachten konnte, wie einige Leute Drogen konsumierten. Auch in Berlin, wie in jeder Großstadt, haben wir diese Straßen. Da macht Valencia keine Ausnahme. In der Jugendherberge angekommen, haben wir die Zimmer unter den Gruppen aufgeteilt und uns erst einmal das Gebäude angeguckt. Nach einer Stunde gab es auch schon Abendessen.

 

Am nächsten Morgen gab es um 9:00 Uhr Frühstück. Frisch gestärkt gingen wir zur Börse „La Lonja“. Im Anschluss liefen wir zur Kathedrale Santa Catalina an der sich der Turm „El Miguelete“ befindet. Von dem Turm hatten wir eine wunderschöne Sicht über die Stadt. Den Rest des Tages konnten wir die Stadt mit ihren starken kontrasten auf eigene Faust erkunden. Es gab sehr arme Stadtteile mit alten und heruntergekommenen Häusern und sehr gut gepflegte. Diese Gegensätze wechselten teilweise von Straße zu Straße.

Am dritten Tag hatten die Spanisch-Schüler einen Termin in einer spanischen Schule. Dort angekommen, führte uns der Schulleiter durch die Schule. Wir waren sehr beeindruckt von der Ausstattung der verschiedenen Räumen. Anschließend trafen wir eine Klasse, die zu diesem Zeitpunkt Englisch hatte. Wir haben uns mit den Schülern auf Englisch und teilweise auf Spanisch unterhalten. Sie erzählten uns von ihren Hobbys und wie sie leben.
Den Nachmittag hatten wir dann wieder frei. Während die „Spanier“ in der Schule waren, hatten die „Franzosen“ (die Schüler die den Französisch Kurs belegen) frei. Sie machten die Shopping Straßen Valencias unsicher.

Der vierte Tag fing mit einer Besichtigung der Altstadt an. Wir wurden von zwei Schülerinnen durch die Stadt geführt und über die prachtvolle Architektur und die beeindruckende Kunst Valencias informiert. Anschließend besichtigten wir einen großen Park und den „Lustgarten“. Nach der Besichtigung machten wir uns auf den Weg zum „Malvarrosa-Strand“. Das ist ein bestimmter Abschnitt am Strand von Valencia. Nach einem Schülervortrag über den Abschnitt genossen wir das wundervolle Wetter am Strand.

Nach dem gemeinsamen Frühstück am fünften Tag ging es zum ersten Museumsbesuch, nämlich das Las Fallas.  Vor dem Museum gab uns eine Schülerin Informationen zur Kunst der „Ninots“. Das sind bis zu 10 Meter hohe Puppen, welche jährlich auf einem großen Fest präsentiert werden. Kopien der  Siegerpuppen waren in dem Museum ausgestellt. Am Nachmittag besuchten wir die Stadt der Künste und Wissenschaften (CAC) durch die uns zwei Schüler führten. Wir besuchten das größte Aquarium Europas und schauten uns in einem 3D-Kino zwei kurze Filme über den Umgang mit unserer Umwelt an. Nach einer Erkundungstour durch ein nahe gelegenes Einkaufszentrum gingen wir in das naturwissenschaftliche Museum. Dort hatten wir die Möglichkeit, uns einige Experimente anzusehen bzw. sie selbst durchzuführen, was viele von uns mit Begeisterung taten.

Am sechsten Tag sind wir zunächst zur Kathedrale gelaufen, welche wir uns schon am zweiten Tag näher angesehen hatten. Dort erzählten uns zwei Schüler etwas über das »Wassergericht«. Dies ist ein Prozess, bei dem acht Richter an jedem Donnerstag öffentlich die Streitigkeiten von Bauern verhandeln. Im Anschluss fuhren wir zum Hafen von Valencia. Dort informierte uns ein Schüler über die wichtigsten Daten. Wegen des schlechten Wetters, ließen wir den eigentlich geplanten Strandbesuch ausfallen und fuhren stattdessen zum alten Stadion, wo uns zwei Schüler etwas über die Sportaktivitäten in der Stadt erzählten. Es folgte wieder die gemeinsame Fahrt zur Jugendherberge und das Abendessen. 

Am siebten Tag machte uns das Wetter erneut einen Strich durch die Rechnung. Den ganzen Morgen und die ganze Nacht über hatte es geregnet. Aus diesem Grund entschieden wir uns, den Tag in der Jugendherberge zu verbringen und uns ein wenig zu entspannen. Die Vorträge, die für diesen Tag geplant waren, haben wir uns im Aufenthaltsraum angehört. Einer informierte über die Jugend in Spanien, ein anderer über das Feuchtbiotop „La Albufera“. Die für den Nachmittag geplante Bootsfahrt über den See „Albufera“ haben wir um einen Tag verschoben.

Nach dem gemeinsamen Frühstück packten wir am letzten Tag unsere Taschen. Das ging ziemlich schnell. Wir fuhren dann zum See „Albufera“, wo wir die verschobene Bootstour nachholten. Es war ein guter wenn auch kurzer Abschluss. Zum Flughafen kamen wir mit der Metro. Der Rückflug gestaltete sich äußerst ruhig, da der Jahrgang sehr erschöpft war. Trotzdem gab es große Freude bei der Landung. Endlich hatten wir wieder Heimatboden unter den Füßen.

Wir erlebten in diesen Tagen viel Gutes und auch manches Schlechte. Die Reise brachte viele näher und es bildeten sich neue Freundschaften. Abgesehen davon, lernten wir eine Menge über die spanische Kultur. Allerdings ist es wohl immer noch zu Hause am schönsten.


Text von Thiemo Kluge und Adrian Kuhn
Jahrgang 11, 2012


En español:

El sábado nos fuimos al aeropuerto de Berlín Tegel. Desde alli volamos a Valencia. Luego fuimos al albergue juvenil.
El domingo visitamos “La Lonja” – una antigua bolsa, donde escuchamos una presentación de dos compañeros de clase. Luego una compañera nos contó algo sobre la catedral Santa Catalina y su torre El Miguelete que subimos también.
El lunes fiumos a un colegio donde conocimos a  alumnos con los cuales charlamos durante una  hora. El martes dos  compañeras nos mostraron el barrio antiguo El Carmen. A continuación vimos unas atracciones turísticas como por ejemplo parques bonitos. Luego visitimos la playa. 
El miércoles visitamos primero el museo de Las Fallas. Luego fuimos a la CAC (La ciudad de las Artes y Ciencias). Además visitamos el oceano. Al fin exploramos el museo de las ciencias. 
El jueves escuchamos una ponencia sobre El Tribunal de las Aguas. Luego fuimos al puerto. Allí un  compañero nos informó sobre el puerto. Por el mal tiempo no fuimos a la playa sino al estadio La Mestalla donde dos compañeros nos informaron sobre las actividades deportistas en Valencia.
El viernes lo pasamos en el albergue descansando. Por la tarde escuchamos dos ponencias en el albergue juvenil, una sobre el biotopo La Albufera, otra sobre la vida de la juventud de Valencia. 
El sábado dimos un paseo en barco muy agradable por el lago La Albufera. Luego fuimos al aeropuerto para volver a casa llenos de nuevas experiencias y mucho para contar.  


Text v
on Thiemo Kluge und Adrian Kuhn
Jahrgang 11, 2012

*Die auf dieser Seite dominierenden männlichen Personenbezeichnungen dienen nur der besseren Lesbarkeit und gelten für beide Geschlechter!