Der Fachbereich Sprachen:

Der Fachbereich Sprachen besteht aus den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Latein. Für diese Fächer beschäftigt die Seeschule insgesamt 13 Lehrer.

Fachbereichsleiter: Deutsch: Arne Born
Englisch: Angela Lieberg
Zweite Fremdsprache:
Pauline Gillet


Deutsch

Unser Fachbereich Deutsch »plagt«, wie alle Deutschfachbereiche jeglicher Gymnasien seit Generationen, die Schüler mit Literatur, die keiner, wirklich keiner, nie, nie, nie und nimmer freiwillig lesen würde. Jedenfalls gäbe niemand, abgesehen von den paar Verrückten, die sich »einschleimen« wollen, zu, dass er/sie tatsächlich heimlich, zuweilen auch unheimlich, Klassiker liest, also so richtig Schwieriges, von früher und weit her oder von heute und um die Ecke und zum »Um-die-Ecke-Denken« und dass ihm/ihr das auch noch gefällt, bitte mehr davon, oder noch schlimmer: er/sie Gefallen gefunden hat, am »Erzwungen-Gelesenen« und am »Sich-Rumplagen« mit eigenen Gedanken und deren Schriftwerdung also, was soll’s – ein ganz normaler Deutschfachbereich eben.

Anmerkung der Verfasserin:
Für alle, die bei der Vorstellung eines Fachbereiches nicht mit einem humoristischen Text gerechnet hätten, sei hier gesagt: Wir sind toll! Und das meinen wir auch so, denn auch diejenigen, die sich zu Beginn ihrer Schul-Laufbahn bei uns eher nicht vorstellen können, ein Zentralabitur Deutsch zu bestehen, beweisen überzeugend das Gegenteil und stellen nicht selten fest: Die Prüfungs-Aufgaben waren aber einfacher als unsere Unterrichtsthemen!

Und dann gibt es tatsächlich eine ganze Reihe junger Leute, die nach einigen Deutschstunden meinen: Dass man so viel mit Texten anstellen kann und dass da tatsächlich was zwischen den Zeilen steht, hätte ich gar nicht gedacht!
Und: Ist das etwa selbstverständlich, dass man sich von 250 Wörtern beim ersten Aufsatz  auf 1.500 Wörter im letzten Aufsatz vor dem Countdown hocharbeitet?!
Und dann wäre da noch der Deutschlehrer, der aus seiner Klasse kommt mit den Gedanken: Kreativ sind sie, die jungen Leute, und engagiert, tolle Ideen entwickeln sie und denken können sie und wer es sich heute noch nicht zutraut, dazu zu gehören, der lernt das bei uns ganz schnell. Wir sind toll!

Zum Beispiel:
Der Deutsch-Grundkurs der Klasse 11 war sich nach eingehender Beschäftigung mit Fabeln, Parabeln und Anekdoten einig, dass man auch einmal versuchen könne, eine Fabel zu Papier zu bringen. Hier sind einige der entstandenen Texte. Dichter sind wir deswegen nicht, aber wir fanden sie ganz gelungen.
• vier Fabeln
• Interpretation zu Franz Kafkas »Kleine Fabel«

Text: Frau Sanzinska


In der achten Jahrgangsstufe steht auch kreatives Schreiben auf dem Plan. Die Schüler* entwickeln eigene Geschichten oder schreiben vorgegebene Szeanrien fort. Ein Beispiel aus der Klasse 8O vom Herbst 2013 finden Sie [hier].


Ein gutes Beispiel, wie in unserem Deutschkurs mit erhöhtem Anforderungsprofil
(Jahrgangsstufe 12) gearbeitet wird, finden Sie hier:
Mit dem Audioguide durch Migrastan 
Die Schüler* hatten die Aufgabe ausgewählte Beispiele von »Migrationslyrik« zu interpretieren und dazu Audioguides zu verfassen, wie sie in einem Museum zur Heranführung an die Exponate benutzt werden. Die Ergebnisse können sich »hören« lassen! Die Tondateien und die zugrunde liegenden Gedichte können Sie [hier] herunterladen oder nach-hören.


Englisch

An der Seeschule haben sechs Lehrer* die wichtige Aufgabe übernommen, Englisch in der Sekundarstufe I und II zu vermitteln.

Der ersten Fremdsprache Englisch kommt besondere Bedeutung zu. Sie wird nicht nur in vielen Ländern der Welt als Muttersprache oder als 2. Amtssprache gesprochen, sondern gilt auch als Lingua Franca (Handelssprache) überall in der Welt. Auf internationalen Messen und Kongressen ist die Beherrschung der englischen Sprache ein Muss.

In der Sekundarstufe I bereiten sich die Schüler sowohl auf die Vergleichsarbeiten der Stufe 8 (Vera) als auch auf den Mittleren Schulabschluss (MSA) der Stufe 10 vor. Dazu ist es hilfreich, eine Englandreise durchzuführen.

In der Sekundarstufe I werden die Schüler zum Teil auf spielerische Weise an die Sprache herangeführt. Ein großer Bestandteil des Unterrichtes ist das Erkunden und Kennenlernen der Kultur und Geschichte in den englischsprachigen Ländern (Britannien, USA, Australien, Irland etc.). Unsere Lehrbücher bieten schon eine große Auswahl dafür, jedoch werden auch andere Mittel in den Englischunterricht integriert. Kino- oder Fernsehfilme, Zeitschriften, Radiosendungen oder Musik sind oft ein guter Spiegel für das kulturelle Leben in den englischsprachigen Ländern. Durch das Sehen und besonders durch das Hören werden Schüler nah an die zu erlernende Sprache herangeführt. In der Sekundarstufe I werden, wenn es möglich ist, Exkursionen durchgeführt (z. B. Kinobesuch, bei dem ein englischer Film im Original mit Untertitel angeschaut wird). Das Erstellen von eigenen Texten, Zeitschriften oder Wandzeitungen fördert den kreativen Umgang mit der Sprache. Bei Rollenspielen im Unterricht werden die Sprachfähigkeiten gefestigt und jeder Schüler* kann selber herausfinden, wie gut sein gesprochenes Englisch schon ist.

In der Sekundarstufe II werden regelmäßig Exkursionen durchgeführt. Die Schüler besuchen englischsprachige Theaterstücke, Museen und Botschaften.

Text: Angela Lieberg, Herr Davidek


Französisch

Bonjour, Baguette, Croissant, au revoir und ähnliche französische Wörter kann fast jeder ohne dafür vorher Französisch gelernt zu haben. Allerdings hilft dies in französisch-sprachigen Ländern nicht viel weiter. Da in vielen Regionen auf der Welt Französisch gesprochen wird, ist Französisch als zweite Fremdsprache eine gute Wahl. Auf der Seeschule wird sie ab der 7. Klasse angeboten und von da an durchgehend bis zum Mittleren Schulabschluss oder Abitur.

Anfangs lernen die Schüler die Grundkenntnisse der französischen Grammatik sowie ein Basisvokabular, welches bereits einfache Kommunikation mit den Mitschülern ermöglicht. Dabei wird im Unterricht besonders auf Alltagssituationen eingegangen. Im Laufe der Jahre werden die Kenntnisse erweitert und durch Üben von Diskussionen und Schreiben von Texten die sprachliche Kompetenz erweitert.

Ab der 11. Klasse wird ein französisches Buch im Original gelesen und bearbeitet, indem es auf ihre sprachlichen und inhaltlichen Aspekte analysiert wird. Dazu zählen unter anderem bekannte Bücher wie »Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran«, welches unter anderem auf die islamische Kultur eingeht. Desweiteren werden Themen wie Frankreich und die Francophonie behandelt.

Ingesamt gesehen ist Französisch eine durchgehend interessante Sprache. In vielen Regionen der Welt wie zum Beispiel Kanada, Belgien, der Schweiz, einigen afrikanischen Nationen und natürlich Frankreich ermöglicht sie eine gute Verständigung. Au revoir.

Text: Frau Prokott


Spanisch

An unserer Schule wird Spanisch als weitere Fremdsprache angeboten.

Bei dem gymnasialen Grundkurs handelt es sich um einen Intensivkurs, welcher über drei Schuljahre hinweg, ab der 10.Klasse, unterrichtet wird. In den ersten zwei Schuljahren der Sekundarstufe II, werden zunächst die Grundlagen der Sprache unterrichtet. Ab dem dritten Schuljahr, also dem 12.Schuljahr, werden dann authentische Texte und Dokumente aus Spanien und Hispanoamerika inklusive Literatur behandelt. Zudem sind die Lehrbücher nun nicht mehr wie vorher zweisprachig (Spanisch und Deutsch), sondern ausschließlich in Spanisch verfasst.

Von Anfang an wird darauf geachtet, dass in dem Kurs Spanisch als Unterrichtssprache überwiegt, so dass die Schüler nicht nur ihren schriftlichen sondern auch ihren mündlichen Ausdruck üben. In der 12. Klasse findet zudem eine einwöchige Kursfahrt nach Spanien statt.

Text: Angela Lieberg


Latein

Der Sage nach hat Romulus im Jahre 753 v.Chr. in der Region Latium die Stadt Rom gegründet. Von dieser berühmten Stadt hat das Volk der Römer seinen Namen, die Sprache der Römer aber heißt nach der Region Latium Latein.

Von Rom aus verbreiteten die Römer ihre Herrschaft über weite Teile der damals bekannten Welt, vom heutigen England bis Nordafrika, vom Atlantik bis in den Nahen Osten. Stück für Stück setzten sich in den unterworfenen Gebieten römische Lebensweise und die lateinische Sprache durch. Als das Reich letztlich zerfiel, hielten sich fast überall Reste der Städte, die die Römer gegründet, und Zeugen der technischen Errungenschaften, die sie vollbracht hatten. Auch ihre Sprache lebte weiter: Aus der umgangssprachlichen Form des Lateinischen entwickelten sich schließlich die romanischen Sprachen (Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Rumänisch, Rätoromanisch).

Neben dem Spracherwerb und der Übersetzung komplexer werdender Texte bis hin zur Lektüre von Originaltexten ab Klasse 10 bilden die Lebensart der Römer, ihre Leistungen (im Straßen-, Brücken-, Städtebau etc.), ihre vielen militärischen Erfolge, Geschichte und Politik sowohl der Republik als auch des Kaiserreichs einen Schwerpunkt des Lateinunterrichts. Aber auch für Betrachtung anderer Völker und Kulturen der antiken Welt, von den Hethitern und Ägyptern bis hin zu den germanischen Stämmen der Völkerwanderung soll Platz bleiben.

Text: Herr Stiglbauer

*Die auf dieser Seite dominierenden männlichen Personenbezeichnungen dienen nur der besseren Lesbarkeit und gelten für beide Geschlechter!