Neue Kita will Kindern die Natur nahe bringen

Erziehungseinrichtung in der Seeschule in Rangsdorf
ist am Freitag offiziell eröffnet worden


Freudige Gesichter hatten am Freitag zur offiziellen Einweihung der Rangsdorfer Kita Seeschule nicht nur Eltern und Kinder. Auch Bürgermeister Klaus Rocher (FDP), Gesine Sims, Amtsleiterin Bildung und Sport, und Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Seeschule, waren zufrieden.

Es mangelt an Plätzen
Kein Wunder, mangelt es in der wachsenden Gemeinde doch an Plätzen für die Kinderbetreuung. Die Seeschule Rangsdorf, ein freier Träger, der bisher durch sein Angebot im Oberschulbereich überregional bekannt ist, hatte 2014 bereits gegenüber der Gemeinde Rangsdorf das Interesse an der Eröffnung einer eigenen Kita bekundet. Nicht zuletzt hatte man durch die temporäre Unterbringung der Kitas „Schwalbennest“ und „Kita Lino“ in einem Internatstrakt auf dem Schulgelände bereits Erfahrungen gesammelt.
   Als die Situation bei der Betreuung für die Jüngsten eng wurde, kam die Gemeindeverwaltung 2016 auf die Seeschule zu. „Mitte August 2016 erreichte uns die Nachricht, dass ab Anfang 2017 dringend Plätze benötigt würden“, sagte Christoph Schmidt. Und es wäre noch früher brenzlig geworden, wenn nicht die Geburtenrate im ersten Halbjahr 2016 um mehr als 50 Prozent unter der des zweiten Halbjahres gelegen hätte, sagte Klaus Rocher.

Nachfrage wird steigen
Das bedeutet auch, dass demnächst die Nachfrage noch mal ordentlich steigt. Außer den Zuzügen, bei denen Familien oft Kinder im Kita-Alter mitbringen, geben Eltern der Kinder, die in Tagesmütter-Betreuung sind, ihre Kleinen mit drei Jahren in Kitas. In den vergangenen sieben Monaten wurden unter Hochdruck die Umbauten im Internatsgebäude der Seeschule geplant, Baugenehmigungen eingeholt, die Betriebserlaubnis beantragt und die Bauarbeiten realisiert.
   Die waren vor allem im Sanitärbereich mit dem Absenken von Wasch- und Toilettenbecken und dem Einbau einer Küche notwendig. Dann mussten die Räume ausgestattet werden. Parallel dazu erfolgten die Beratungen zum Trägervertrag zwischen Gemeinde und Seeschule. Das im Sozialausschuss erzielte Einvernehmen wurde von den Gemeindevertretern letztlich befürwortet.

Laufzeit heruntergesetzt
Ungut für die Schulleitung ist, dass die Laufzeit des jetzt vorliegenden Vertrages von üblichen zwölf oder zehn Jahren auf fünf heruntergesetzt wurde. „Das ist ungünstig für unsere Planungen. Es geht um die Einstellung von Personal und um Abschreibungen“, so Christoph Schmidt. Bei der Situation auf dem Stellenmarkt für Erzieher habe man die besten Karten, wenn man unbefristete Einstellung bieten kann.
   Die ersten Kinder sind in die Kita eingezogen: 14 der geschaffenen 25 Plätze für Zwei- bis Sechsjährige sind seit 1. März besetzt. Einen Tag zuvor kam die Betriebserlaubnis vom Ministerium, Zitterpartie für die neue Kita-Leiterin Andrea König-Viertel und ihre beiden Mitarbeiterinnen. Das pädagogische Konzept, das Michael Kriegs entwarf, ist im Standort der Seeschule begründet: „Naturnah werden wir arbeiten. Wald, See, unsere Tiere und der Kitagarten sind wichtige Bestandteile“, so König-Viertel.

Von Andrea von Fournier
in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 11. und 12. März 2017

 

 

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