Studienfahrt der 11b nach Dublin

Vom 15. bis 20. Oktober 2017 fuhr die 11b
zur Studienfahrt nach Dublin.

Am Sonntagmorgen trafen sich die 11 Schüler* der 11b (drei waren aus Krankheitsgründen zu Hause geblieben) um 8.30 Uhr mit ihren begleitenden Lehrern* Frau Lieberg und Herr Kaldun am Flughafen Tegel. Zum Glück war der tropische Sturm Ophelia für den folgenden Tag angekündigt, so dass (fast) alle den ruhigen Flug genießen konnten.

Nach Belegung der Zimmer im Barnacles Hostel gegen 16.00 Uhr im Bezirk Temple Bar konnten alle ausschwärmen, um die Gegend zu erkunden oder Wasser und Essen einzukaufen. Um 19.00 Uhr trafen wir im Restaurant The Czech Inn ein, um unser bestelltes Abendessen einzunehmen. Nach Knoblauchbrot mit Rucola gab es Hühnerbrust mit Pilzsoße und Reis. Es schmeckte ausnehmend gut. Die Stimmung war gut und die vielen großen Flachbildschirme mit Sportübertragungen kamen bei den Schülern besonders gut an. Jeden Abend aßen wir dort hervorragend, was alle freute. 


Am Montag 
waren Sarah und Shakira dran, uns den historischen Stadtkern näher zu bringen. Wir gingen zuerst zur einzigen mittelalterlichen Kirche Dublins - die St. Audeons Church – aus dem 12. Jahrhundert. Danach besichtigten wir das Museum of Modern Art, das früher eine lange Zeit als Pflegeheim für Soldaten gedient hatte. Anschließend liefen wir zum ehemaligen modernsten Gefängnis Irlands – den Kilmainham Gaol - in dem auch Oscar Wilde inhaftiert war.

Gegen 13.00 waren wir wegen des Sturmes alle wieder im Hostel, so dass Shakira und Sarahs Programmpunkt Crope Park und der Besuch des interaktiven Wikingermuseums Dublinia verschoben werden mussten. Zum Phoenix Park gingen wir auch nicht. An diesem Tag waren alle Schulen und öffentlichen Gebäude Irlands geschlossen. In Dublin gab es zwar kräftige Winde, doch vom Sturm keine Spur.

Am Dienstag früh führte uns Lucas durch unser Viertel Temple Bar. Anschließend hörten wir einen Vortrag im ehemaligen Versammlungsraum des House of Lords im Hauptgebäude der Bank of Ireland (mit dem längsten Schalterraums Europas) über diverse britische und holländische Könige, die Irland okkupierten. Vincent erwies sich dabei als versierter Übersetzer.

Nach einer kurzen Mittagspause in der warmen Sonne trafen wir uns im Innenhof des Trinity College, wo uns der Geschichtsdoktorand Stephen begrüßte und uns die Geschichte dieser berühmten Universität näher brachte. Nach seiner Führung schauten wir uns noch das Book of Kells und die altehrwürdige Bibliothek an, die manche von uns beeindruckte.


Nun ging es zügig zur Anlegestelle des Bootes, das uns erwartete. Wir fuhren den Fluss Liffey aufwärts bis zum Hafen, während uns die wichtigsten Gebäude vom Bootsmann Brian erklärt wurden. Angelegt wurde dann nahe bei dem Segelschiff Jeanie Johnston, ein Nachbau des gleichnamigen Segelbootes, das viele irische Auswanderer* während der Hungerkatastrophe wegen der Kartoffelpest in die USA brachte. Unter Deck erwarteten uns nachgestellte Szenen während einer Überfahrt. Bruce erzählte uns dazu einige beeindruckende Geschichten. Das war ein Tag mit viel Programm und alle genossen die anschließende Freizeit.

Mittwoch früh holten wir den Besuch des Wikingermuseums Dublinia nach, in dem alle einen Fragebogen zu verschiedenen Themen ausfüllten. Die Ergebnisse waren überragend. Anschließend führte uns Julius zum Georgian Dublin, zu den beiden Parks Merrion Square und St. Stephen’s Green und hielt uns einen Vortrag über den weltberühmten Dubliner Schriftsteller James Joyce. James Joyce wurde 1882 in Dublin geboren. Er ist einer der bekanntesten irischen Schriftsteller. Seine bekanntesten Werke sind: The Dubliners und Ulysses. Einige Statuen erinnern in Dublin heute an ihn. Während der Mittagspause schlenderten wir durch die Grafton Street, auf der einige Musiker ihr Können darboten. 

Im nahe gelegenen National History Museum sollten wir eine Führung über Irlands Weg zur Republik erhalten und erfuhren zum Leidwesen von Frau Lieberg und Herrn Kaldun, dass diese Sonderausstellung sich in einer zum Museum gehörenden Zweigstelle am anderen Ende der Stadt befand, doch die Führungsbestätigung keinen Hinweis darauf verzeichnet hatte. Dafür erklärte uns Léon die Besiedlung Dublins durch die Wikinger. Die Klasse hatte unverhofft früh Freizeit, was den meisten gefiel.


Am Donnerstag 
fuhren wir dann mit dem Bus 31 zur Halbinsel Howth bis zur Spitze des Hügels, Howth Summit. Anschließend stiegen wir – begleitet von einer frischen Seebrise – den Cliff Walk an erstaunlichen Felsformationen vorbei hinab. Die Ausblicke auf die irische See waren atemberaubend. Unten erwarteten uns leckere Fish und Chips im berühmten Lokal Beshoff. Nach einem gemütlichen Bummel durch das Dorf führen wir beglückt und erfrischt mit dem Bus zurück.

Am Freitag, unserem letzten Tag, lagerten wir unser Gepäck im Hostel ein und begaben uns mit Ruben entlang der O’Connell Street und dem Parnell Square auf die Spurensuche der Bürgerkriegszeit ab 1916. Sehr beeindruckend war der Remembrance Garden am Parnell Square, der den Opfern der Aufstände gewidmet ist. Den Schlusspunkt der politischen Reise setzte Ruben mit der Besichtigung des Wandgemäldes The Last Supper, auf dem von dem Künstler fotografierte Dubliner in Szene gesetzt wurden. Es sind Personen unterschiedlichen Glaubens, unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft abgebildet und es soll die Entwicklung Dublins hin zu einem multikulturellen Schmelztiegel darstellen.

Nun stiegen wir in die Straßenbahn der Firma LUAS, um beim Croppy Acre Park auszusteigen, wo uns Shakira und Sarah ihren am Montag versäumten, letzten historischen Besichtigungspunkt, eine Gedenkstätte der Unabhängigkeit Irlands, mit einer schönen Parkanlage, zeigten. 

Zu Fuß ging es dann weiter zum Phoenix Park. Während die Mädchen am Tea House beim Zoo hängen blieben, durchliefen wir den Park, dessen Naherholungswert als drittgrößter urbaner Park Europas uns Sean erklärte, bis zur Residenz des Präsidenten. Hier erzählte uns Mats die Unabhängigkeitsgeschichte Irlands bis heute. Unser Marsch war jedoch noch nicht zu Ende, denn unser Ziel war das Besucherzentrum in der Mitte des Parks, indem wir ein leckeres Mittagessen einnahmen. Die Jungen hatten wirklich eine gute Ausdauer beim Wandern, das fast allen Freude bereitet hatte. Auf dem Rückweg holten wir die Mädchen ab und fuhren mit der Straßenbahn zurück zum Hostel, holten unser Gepäck ab und verabschiedeten uns vom freundlichen Hostelpersonal, das sich sehr positiv über uns äußerte. Die Seeschule sei dort jederzeit wieder willkommen. 

>Alles klappte wie am Schnürchen, denn wir kamen pünktlich am Flughafen an. Doch der Abflug verzögerte sich ein wenig. Nach einem wiederum ruhigen Flug, erwarteten die Eltern mit Freude ihre Kinder, die um einige Erfahrungen reicher zurück in der Heimat landeten. 

Für die Redaktion Shakira, Sarah, Julius und Frau Lieberg

*Die auf dieser Seite dominierenden männlichen Personenbezeichnungen dienen nur der besseren Lesbarkeit und gelten für beide Geschlechter!