02. Oktober 2011
Klassenfahrt der 8G nach Hohenberg an der Eger im Fichtelgebirge vom 26.09. bis 30.09.2011
Von: Klasse 8G

Bilder von Cornelia Bürkle

Uns hat es in das tiefste Bayern verschlagen - bayrisch Sibirien, wie es die Einheimischen dort nennen, weil es meist doch sehr kalt dort ist. Aber uns hatte der Wettergott mit 5 Tagen strahlendem Sonnenschein beschenkt.

Nach der Ankunft waren wir alle erstmal ziemlich groggy... 6 Stunden Fahrt und dreimal umsteigen... und dann noch 3 km laufen... . Zum Glück wurde unser Gepäck am Bahnhof abgeholt. Doch die tolle Burg hat die Lebensgeister schnell wieder erweckt.
Unser Reich war der Gefängnisturm. Auf drei Etagen wohnten wir in drei Gruppenzimmern mit Fachwerkbalken und kleinen Fenstern vor ehemaligen Schießscharten.
Der erste Tag verging schnell mit Einrichten und Erkunden der Burg und des Ortes. Am zweiten Tag stand eine ausführliche Burgführung und Teamspiele auf dem Programm. Besonders lustig war das Spiel "Größer oder Besser", bei dem die drei Zimmerteams jeweils mit einem Überraschungsei losgeschickt wurden und durch Tauschen mit möglichst vielen oder große Tauschgegenständen wiederkommen sollten. Am Ende hatten uns die drei Eier folgendes eingebracht: 2 Matratzen, ein kleiner Spiegel, ein großer antiker Spiegel, ein Computerbildschirm, ein Roman, drei Sammelteller, eine Vase, eine Schale, ein riesiges Kupferrelief, ein gruselig kitschiges Taubenpärchen aus Porzellan und einen dreiarmigen Kristallleuchter. Einiges haben wir mit nach Hause genommen, anderes konnte das Burgteam gebrauchen. Beim Lagerfeuer haben wir den Abend mit Stockbrot und Marshmellows ausklingen lassen.
Mittwoch war der Tag der Ente... bzw. des Kanus. Wir lernten zuerst, dass wir nicht rudern sondern paddeln... und das war gar nicht so einfach zu koordinieren. Nachdem wir ein bisschen Routine im Paddeln hatten, mussten wir in "Kämpfen" unser Geschick beweisen. Wer klaut die meisten Enten von den gegnerischen Booten und wer steht beim Schlagabtausch mit den dicken blauen schaumgummigefütterten Polstern am längsten. Natürlich kam auch das Baden nicht zu kurz ;).
Donnerstag war der "Mutprobentag". Im Hochseilgarten der Burg mussten wir unsere Angst vor der Höhe überwinden. Der Höhepunkt war das Abseilen von der Burgmauer. Für alle, die sich getraut haben, eine großartige Erfahrung.... zuerst die Angst, das Abgleiten ins "Nichts".... und dann die unglaubliche Euphorie, die sich einstellt, während man wie eine Spinne, die Wand hinunterläuft...
Abends war Kinoabend und dann die ultimative Mutprobe: Wer traut sich alleine in den Geisterkeller über den wir in den vergangenen Tagen schon so viel gruseliges gehört hatten.
Daraus haben wir gelernt: Auf unsere Jungs kann man sich wirklich verlassen!! Sie haben Mut und nehmen einen, wenn man Angst hat, an die Hand!!!

Und dann war schon wieder Freitag... Rückfahrtag... eine Mischung aus "schön wieder nach Hause zu kommen" und "wie schade, dass es schon vorbei ist"... denn wir waren und sind eine ECHT COOLE KLASSE !!!