10. Dezember 2010
OFU Kl. 9a Thema: „Andorra“
Von: Adrian Kuhn
Durch das Drama ,,Andorra“, das wir vom 25.10.10 bis 15.11.10 behandelten, haben wir viele neue und interessante Informationen über das mögliche Verhalten von Menschen gegenüber von Außenseitern gesammelt. Außerdem haben wir gelernt, dass man niemanden kritisieren soll, bevor man ihn überhaupt richtig kennengelernt hat. Das Stück hat uns auch sehr klar dargestellt, wie sehr man sich von einer Lüge beeinflussen lassen kann und wie schwer es ist, plötzlich jemand anderes zu sein.

In dem Drama wird Andri, ein angeblicher Jude, aufgrund seines Glaubens und seiner vermeintlichen Eigenart ausgegrenzt. Andri akzeptiert sein Dasein als Jude, allerdings nicht, dass er deshalb diskriminiert und misshandelt wird. Immer wieder versucht er den anderen klarzumachen, dass er doch ein ganz normaler Mensch sei wie sie, bloß mit einigen Unterschieden. In Wahrheit verschwieg ihm sein Vater, dass er kein Jude ist und dass alles eine Lüge war. Das wird Andri leider zu spät gebeichtet.

Zurück zu unserer OFU-Phase:

Um erst einmal sozusagen warm zu werden, fingen wir mit ein paar Spielen an, die sich natürlich rund um das aktuelle Thema rankten.

Eine kurze Biografie über den Autor Max Frisch (1911-1991) erarbeiteten wir uns nebenbei, damit wir gut vorbereitet in die Geschichte eintauchten.

Wir konnten die Emotionen einzelner Personen, wie z.B. von Andri oder seiner Schwester Barblin durch das Nachspielen einzelner Szenen und Theatersprach- und Mimikübungen viel besser nachvollziehen. Als gelungenes Ende haben wir uns das Drama im Berliner Ensemble angesehen und waren begeistert.