Märkische Allgemeine Zeitung, Gudrun Schneck
17. Juli 2010
 
Die Welt in Rangsdorf
Gudrun Schneck freut sich über die gegenwärtige Internationalität in Rangsdorf

Die Welt ist ein Dorf – in Rangsdorf ist dieser scherzhafte Spruch gegenwärtig ganz wörtlich zu verstehen. Da kann man unter Umständen auf der Seebadallee Australiern, Chinesen, Venezuelanern, Kuweitis, Polen, Amerikanern und auch Deutschen begegnen, die auf den ersten Blick gar nicht wie Deutsche aussehen.

Rangsdorf darf stolz darauf sein, schon zum dritten Mal vom Goethe-Institut als Veranstaltungsort eines Sommer-Sprachkurses ausgewählt worden zu sein. Rangsdorf trägt aber auch Mitverantwortung dafür, mit welchem Deutschland-Bild die Gäste wieder in ihre Heimatländer reisen. Mehrere Rangsdorfer Familien haben sich schon bereit erklärt, zwei „Goethe-Kinder“ für einen Nachmittag nach Hause einzuladen und mit den eigenen Kindern spielen zu lassen. Es gab ein Fußballspiel mit Kindern aus den Horten „Lummerland“ und „Räuberhöhle“. Und Eric, der Brasilianer, bekam Hilfe beim Rangsdorfer Zahnarzt, weil ein Weisheitszahn drückt.

Wer weiß, vielleicht erinnern sich Athina aus Griechenland oder Fahad aus Kuweit später an eine gute Zeit in Rangsdorf und fassen beruflich in Deutschland Fuß. Deutschland braucht Einwanderer, wenn das Land wettbewerbsfähig bleiben will. Daran besteht unter Fachleuten kein Zweifel.