
Das Turnhallengebäude der Seeschule Rangsdorf soll für die private Grundschule genutzt werden, um deren Eröffnung der Trägerverein derzeit kämpft. (Foto: Peggy Heydick)
Rangsdorf: Unter keinem guten Stern steht derzeit die Gründung einer BIP Kreativitätsgrundschule, die auf dem Gelände der Rangsdorfer Seeschule eigentlich schon zu Beginn dieses Schuljahres ihre Türen für Erstklässler öffnen sollte. BIP steht für Bildung, Intelligenz und Persönlichkeit. Nachdem das Bildungsministerium des Landes Brandenburg die Genehmigung der privaten Grundschule verweigerte, sind sich nun auch die Rangsdorfer Gemeindevertreter uneins, ob man deren Ansiedlung unterstützen soll.
Wie die MAZ berichtete, gab es bereits bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses Diskussionen über die Kosten, die der Gemeinde durch den Hort entstehen würden, der in dem Konzept enthalten ist.
Statt des erhofften Rückenwindes durch die Gemeindevertreter wehte dem Verein Freie Stadtrandschulen Berlin-Brandenburg, der bereits die Seeschule als privates Gymnasium in Rangsdorf betreibt, auch in der Gemeindevertretersitzung teilweise Gegenwind entgegen.
Gemeindevertreter Jan Hildebrandt (SPD) beantragte die Streichung des Tagesordnungspunktes, der die Unterstützung der Schulansiedlung beinhalten sollte. Ihm missfiel ein Brief der Seeschule, der die Gemeindevertreter über die wesentlichen aktuellen Fakten informierte und auch den Hinweis enthielt, dass "weder für den Grundschulantrag noch für die Hortgenehmigung eine Zustimmung der Gemeinde notwendig ist."
In dem Brief wurde jedoch ausdrücklich darum gebeten, die Schulgründung zu unterstützen.
Sechs Gemeindevertreter enthielten sich der anschließenden Abstimmung, die mit einer knappen Mehrheit von sieben Ja- gegen fünf Nein-Stimmen für die Streichung des Themas von der Tagesordnung endete.
Frank Hamann, Schulleiter und Geschäftsführer der Seeschule, riet Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) im Anschluss der Sitzung davon ab, den Vorschlag nochmals in die Gemeindevertretung einzubringen. "Wir müssen die Unterstützung nicht erzwingen", sagte Hamann gegenüber der MAZ.
Sollte das laufende Gerichtsverfahren mit dem die Seeschule weiterhin für die Genehmigung der Kreativitätsgrundschule kämpft, keinen Erfolg bringen, hat Frank Hamann noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: Im September wurde bereits ein neues Grundschulkonzept, angelehnt an die Montessori-Pädagogik, beim Ministerium eingereicht.