Märkische Allgemeine Zeitung
08. März 2003
 
Seeschule errichtete neuen Holzsteg
Munition und Abfall trüben die Freude

Die alten Wellbleche stammen noch vom früheren Steg. Und dieser stammte wohl noch von den Russen. (Foto: Ursula Czerlinski)

Rangsdorf: Ein wenig Mut gehörte bisher schon dazu, den noch von den russischen Streitkräften stammenden wackligen Steg am Rangsdorfer See in Höhe des Privatgymnasiums zu betretenen Als Belohnung gab es dann aber einen grandiosen Ausblick auf den See. Im vergangenen Monat nutzte die Seeschule Rangsdorf die geschlossene Eisdecke, um auf dem alten Fundament einen neuen soliden Holzsteg zu bauen.

Unweit des Stegs untersagen an den Bäumen angebrachte Schilder mit dem Hinweis auf Munition, den See im Bereich des kleinen Strandes zu befahren oder zu begehen. Grund: Die Seeschule fand schon vor längerer Zeit leere Hülsen von Flugabwehrmunition im See und meldete dies der zuständigen Behörde. Wie Christiane Goltz stellvertretende Leiterin der Seeschule mitteilte, soll die Stelle laut Aussage des Amtes im März beräumt werden.

Leider gibt es an diesem Abschnitt des Sees, wo im Sommer mehrere Boote der Schule vor Anker liegen werden, oft Probleme mit Abfall und anderen Verunreinigungen. "Wir müssen jedes Wochenende Müll sammeln", ärgert sich Christiane Goltz über die Hinterlassenschaften mancher Besucher. Trotzdem will die Seeschule hier eine neue Bank aufstellen, die wie der Steg zunächst auch für Spaziergänger zugänglich ist.