Märkische Allgemeine, gs
12. Juni 2002
 
Offene Rechnungen bezahlt
Wieder Bautätigkeit auf dem Gelände der SEESCHULE RANGSDORF

RANGSDORF Der Streit ums Geld zwischen dem Investor des Privatgymnasiums Rangsdorf und Baufirmen, denen er insgesamt mindestens 1,5 Millionen Mark schuldete, ist beendet. „Die Unternehmen haben ihr Geld bekommen. Seit drei Wochen beheben sie Baumängel und setzen Arbeiten im Außengelände fort“, informierte Schulleiter Frank Hamann auf MAZ-Anfrage.

Die Handwerker hatten im März die Baustelle wegen offener Rechnungen verlassen. Aufgrund des unzureichenden Baufortschritts wiederum behielt der Verein Neue Schule Nauen, der dieses Gymnasium betreibt, die Miete ein. „Sobald alle Baumängel beseitigt sind, zahlen wir wieder. Ende Juni müsste es so weit sein“, so Vereinsmitglied und Schulleiter Hamann. 

Verein und Bauträger Ferdinand Schneider aus Frankfurt (Main) haben sich darauf verständigt, das Schulumfeld zu verbessern. Dazu trug eine Ortsbegehung bei, an der neben Schneider auch andere Privatfinanciers seiner Anlegergemeinschaft teilnahmen. „Besonders Zufahrt und Tor sind so desolat, dass etwas passieren muss. Die Schule prüft, ob einige Arbeiten als Schülerprojekt geeignet sind“, erzählt Frank Hamann.

Derzeit planieren Firmen den Mutterboden auf der künftigen Sportwiese, pflastern Gehwege und legen um die Gebäude herum Versickerungsmulden zur Dachentwässerung an. 

In fünf Klassenräumen und der Sporthalle läuft seit September der Unterricht für eine siebente und eine achte Klasse. Im kommenden Schuljahr wird es zwei siebente, eine achte und eine neunte Klasse geben. „Nur wenige Plätze für die Siebente sind noch frei“, freut sich der Schulleiter. „Theoretisch könnten wir wegen des großen Interesses sogar eine zweite Neunte aufmachen, aber dafür fehlen noch die Räume.“ Erst zum Schuljahr 2003/2004 wird der Aeroclub verfügbar sein. Der Innenausbau beginnt im Herbst. 

Unterdessen haben sich Kontakte zum Ort entwickelt. Der SV Lok Rangsdorf nutzt die Sporthalle fürs Volleyballtraining. Ab dem neuen Schuljahr wird abends der gesamte Rangsdorfer Handballnachwuchs dort üben. Statt einer Nutzungsgebühr vereinbarte man „Naturalien“ in Form von Sportgeräten. So kann die Schule nach und nach ihre Hallen-Ausstattung vervollständigen.

Auch ein bereits möbliertes, aber noch nicht belegtes Internatshaus wird demnächst vermietet. Das Fontane-Gymnasium Rangsdorf will dort junge Gäste aus Sankt Petersburg einquartieren.

Am Freitag ab 18 Uhr lädt die Schulleitung des Privatgymnasiums Rangsdorf, Stauffenbergallee 6, interessierte Eltern zum Informationsabend ein.