Rangsdorf: Nun ist es offiziell. Mit großem Bahnhof wurde am vergangenen Mittwoch das erste Privatgymnasium im Landkreis, die Schule am See in Rangsdorf, eröffnet. Wer von den mehr als hundert Gästen der Eröffnung - darunter neben Lokalpolitikern natürlich auch viele Eltern - neugierig war auf die neue Schule und die Räume, in denen hier gelehrt wird, den führten die Schüler selbst durchs Haus.
Auch Moritz Menzel und Christian Trost aus der siebenten Klasse waren mit einer Gästegruppe in der Schule unterwegs. Stolz zeigten sie den Besuchern die neuen Unterrichtsräume, die Turnhalle, die Umkleide- und Sanitärräume, das Lehrerzimmer und die provisorisch eingerichtete Mensa. Sachkundig und mit großem Engagement priesen sie die Vorteile der Abzugshaube im Fachkabinett für den naturwissenschaftlichen Unttericht ebenso wie Lern- und Analyseprogramm für die Rechtschreibung auf dem Computer im Unterricht für Deutsch, Latein und LER. Schon nach wenigen Wochen Unterricht war den Schülern deutlich anzumerken, dass sie sich mit der neuen Schule identifizieren.
"Dass die Schüler hier so zusagen mit der Schule groß werden und teilweise auf einer Baustelle leben, muss durchaus kein Nachteil sein", meint der Rangsdorfer Bürgermeister Peter Gleich (DPR), der früher selbst Lehrer und Schulleiter war. Die Provisorien, mit denen sich Schüler und Lehrer mitunter zwangsläufig einrichten müssen, fördern Improvisationsgabe und Kreativität. "Die Schüler bauen viel eher eine Beziehung zu ihrer Schule auf", ist sich Gleich sicher.
Das kommt auch dem Grundkonzept des Trägervereins der Schule entgegen. "Wir wünschen uns eine moderne Schule, in der nicht nur buchstabiert sondern in der Verständnis für die Weit geschaffen wird", fasste das Schulleiter Frank Hamann in seiner Eröffnungsansprache zusammen.
Bei den Schülern scheint das Konzept, das neben dem normalen Unterricht auch auf zusätzlichen Förderunterricht, auf Arbeitsgemeinschaften und fest eingerichtete Hausaufgabenstunden setzt, jedenfalls gut anzukommen.
"Mir gefällt's hier super", gab Christian Trost unumwunden zu. Die anfänglichen Ängste vor der neuen Schule, die er täglich von morgens bis in die frühen Abendstunden besucht, hat der Junge aus Wildau inzwischen abgelegt. "Anfangs fand ich es belastend, so spät zu Hause zu sein. Aber wenn ich jetzt um 18 Uhr heimkomme habe ich die Hausaufgaben schon erledigt. Das ist auch schön", erzählt Christian.
